Was sind eigentlich virtuelle Werte?

Werte beschreiben zum einen im Bereich der Statistik Messergebniss von Forschungen, zum anderen angestrebte und verwirklichte Handlungs- und Verhaltensorientierungen (vgl. Schrader 2010: 371). Solche festgelegten Orientierungen stellen ebenso für virtuelle Teams eine wichtig Rollen und ermöglichen eine gelingende Zusammenarbeit.

Zu den virtuellen Werten gehören Werte wie die Flexibilität und Kreativität, womit schnell auf unerwartete Probleme und neuen Entwicklungen reagiert werden kann (vgl. Konradt/ Hertel 2002: 53). Diese Schnelligkeit setzt im besonderen Maße Vertrauen voraus. Der Aufbau des Wertes Vertrauen gestaltet in virtuellen als eine größere Herausforderung im Vergleich zu realen Teams. Treffen sich Teams vor Ort und arbeiten beispielsweise im gleichen Gebäude können sie durch den regelmäßigen Umgang miteinander besser ein- und abschätzen, was ihre Teammitglieder können und wie zuverlässig deren Vorschläge sind (vgl. Lipnack und Stamps 1998: 264). Virtuelle Teams arbeiten lediglich mit Hilfe von neuen Medien zusammen, stehen nie im direkten Kontakt zueinander und kennen sich nicht persönlich, was den Aufbau von Vertrauen ungemein erschwert (vgl. ebd.). Gelingt jedoch der Aufbau von Vertrauen erleichtert es den Umgang miteinander, weil sich auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teammitgliede verlassen wird. Damit fördert das Vertrauen zugleich den Werte und Eigenverantwortlichkeit der Autonomie in Bezug auf das eigenständige Bearbeiten einer Teilaufgabe im Projekt (vgl. Konradt/ Hertel 2002: 53, vgl. Konradt/Hertel 2002: 46). Neben den genannten Werten benötigen virtuelle Teams gleichermaßen Kooperation und Teamorientierung, um gemeinsam bessere Lösungen zu finden sowie die Teamarbeit zu ermöglichen (vgl. ebd.). Des Weiteren profitiert die virtuelle Zusammenarbeit vom sozialen Kapitel. Nach Lipnack und Stamps (1998) beschreibt das soziale Kapital die „[…] Beziehungen zwischen und unter Akteuren […]“ im einzelnen oder als Organisation (Lipnack/Stamps 1998: 269). Diese vertrauensvoll eVernetzung wiederum erweitert das Wissen von virtuellen Teams und eröffnet neue Perspektiven für Ideen.

Insgesamt benötigen virtuelle Teams wie jede andere Form von Zusammenarbeit besonders die Werte Vertrauen und Kooperation, um erfolgreich zu sein. Weiterhin wichtig sind die Werte Flexibilität, Kreativität und soziales Kapital mit welchem die Teamarbeit möglich gemacht wird und zugleich ein schnelleres Reagieren auf Veränderungen erlaubt.

Verfasserin: Maria Hertz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.