Spitzenteams

Am Anfang steht das Team

von Alina Becker und Isabel Scheithauer

Um überhaupt die Entwicklung von einem Team hin zu einem Spitzenteam zu verstehen, möchten wir Euch erst einmal erklären, wodurch sich ein effektives und effizientes Team von einer Gruppe unterscheidet.

Wie bereits angesprochen wurde, verstehen die Meisten unter einem Team viele unterschiedliche Dinge: Sportmannschaften, Projektgruppen oder das Kollegium auf der Arbeit (vgl. Truecare®GmbH Project Performance 2019). Auch wenn ein Pärchen gut miteinander harmoniert, pflegt man zu sagen, dass sie ein gutes Team seien. Von einem Team ist dann die Rede, wenn mindestens zwei Personen ein gemeinsames Ziel verfolgen und zu dieser Zielverfolgung ihre individuellen Fähigkeiten einsetzen. Aus dem Nutzen der Fähigkeiten des jeweils anderen entsteht somit in gewisser Form eine Abhängigkeit von einander. Ein Team hat somit auch eine völlig eigene, gemeinsame  Identität entwickelt. Kennzeichnend für die entwickelte Beziehung innerhalb eines Teams ist auch die speziell hierfür herausgebildete Kommunikationsform, mit welcher untereinander ein ständiger Informationsaustausch stattfindet. Weitere Merkmale eines Teams wären da die Kritikfähigkeit, die Motivation auf die gemeinsame Arbeit, die Neugierde auf die Perspektiven der Anderen und ein respektvoller Umgang mit diesen sowie die Bereitschaft zum Erlernen neuer Inhalte und Kompetenzen (vgl. Erger 2017, S. 11ff.).

Anders als bei einem Team verfolgen MitgliederInnen einer Gruppe daher eigene Interessen, wodurch Ideen und Konzepte nicht ausreichend diskutiert werden können und sich die MitgliederInnen somit kaum unterstützen oder ermutigen können. Damit ein Team überhaupt richtig funktionieren kann, muss jedes Teammitglied konkrete Erfahrungen sammeln und diese in die Gruppe miteinbringen. Zusammenarbeit entsteht nämlich nur durch gegenseitige Unterstützung und offene Ansprachen der eigenen Ideen und Erfahrungen. Einzelne MitgliederInnen werden innerhalb des Teams erst durch die anderen Teilnehmenden ermutigt und angeregt, sich und ihre Ideen selber miteinzubringen. Wichtig dabei ist, dass eigene Erfahrungen auch analysiert und reflektiert werden: Hierbei müssen die TeammitgliederInnen in der Lage sein, dass eigene Verhalten zu beobachten und sich in kritischer Selbstreflexion zu erproben, denn schließlich muss hier die Motivation von innen – sprich von den einzelnen Beteiligten – und nicht von außen kommen.

Dies sind zusammengefasst ein paar der Charakteristika eines Teams. Problematisch gestaltet sich eine Teamarbeit auch trotz Erfüllung dieser Eigenschaften dann, wenn hinter der Zielerreichung eine zeitliche Frist steht und dies ist nun mal leider nicht selten der Fall. Steht ein Team unter Druck, schadet dies vor allem der Beziehungsentstehung, denn allein der Aufbau eines vertrauten Miteinanders braucht Zeit, die an dieser Stelle jedoch nicht gegeben ist (vgl. Truecare®GmbH Project Performance 2019.). Aber auch wenn innerhalb eines Teams zwischen den einzelnen Individuen bezüglich Zielverfolgung, Kommunikationsverhalten oder beispielsweise der Einstellung zur Teamarbeit erhebliche Unstimmigkeiten vorliegen, scheitern Teams nicht selten an ihrer Arbeit; die Übersetzung vom Begriff „Team“ mit „Toll ein anderer macht’s“ kommt folglich nicht von ungefähr (vgl. Erger 2017, S. 152). Zudem kann es auch problematisch werden, wenn unter einigen GruppenmitgliederInnen persönliches Konkurrenzverhalten im Weg steht und keine offenen Krisengespräche stattfinden. Vor allem aber scheitern Teams mitunter an der mittlerweile ausgeprägten Komplexität in der Arbeitswelt 4.0.  In solchen Momenten kann dann das Einsetzen der Spitzenteams von Nöten sein…

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