Erkenntnisse und Ausblick “virtuelle Teamarbeit“


Virtuelle Teamarbeit wird infolge zunehmender Digitalisierung und Veränderungen im Bereich der weltweiten Zusammenarbeit zunehmend beliebter und setzt sich bereits in zahlreichen Arbeitsbereichen durch. Besonders im Wirtschaftssektor sowie dem Marketing scheint virtuelle Teamarbeit für die Arbeitnehmenden kein neues Phänomen zu sein. An Grenzen stößt die neue Arbeitsform jedoch im pädagogischen Bereich, weil hierbei der direkte Kontakt mit Hilfesuchenden zwingend erforderlich ist.  

Doch was bedeutet es virtuell als Team zu arbeiten? Das Bedeutet, dass eine agile und autonome Gruppe besteht, die dazu imstande ist, unabhängig von ihrem Standort miteinander in einem Team zu agieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des virtuellen Teams verfolgen alle dasselbe Ziel und die gemeinsamen Arbeitsaufträge, diese werden technisch und virtuell gemeistert. In einer solchen Form der Zusammenarbeit ergeben sich Chancen und Herausforderungen. Der erste Vorteil dieser Arbeitsform ist die Möglichkeit frei zu Entscheiden mit welchen Mitgliedern das Team zusammenarbeiten möchte. Diese sind nicht an die Räumlichkeiten gebunden, sondern können anhand der Qualifikationen gewählt werden. Zudem kann eine agile und zügige Entscheidung im Markt gefällt werden, beispielsweise kann durch Online-Meetings qualifizierte Meinungen und Begutachten eingebracht, sowie gemeinschaftliche Entschlüsse getroffen werden. Als größte Herausforderung gilt bisher der hohe Organisationsaufwand verbunden mit der schwierigen Überprüfung der Arbeitszeit. Darüber hinaus steht virtuellen Teams lediglich ein begrenzter Zeitraum zum Austausch zur Verfügung, wodurch das Festlegen gemeinsamer Werte und Regeln herausfordernd sein kann. Ohne Werte kann ein Team selten an das gesetzte Ziel gelangen. Neben dem angesprochenen Vertrauen benötigen virtuelle Teams Kooperation, Flexibilität, Kreativität und soziales Kapital, um die jeweilige Projektaufgabe bearbeiten sowie schnell auf Veränderungen reagieren zu können. 

Mit Hilfe der theoretischen Erkenntnisse bildet sich jedes unserer Teammitglieder eine Meinung zum Thema virtuelle Teams, woraus sich folgende Statements ergeben: 

Marisa Segger (22 Jahre): „Meiner Meinung nach ist diese Arbeitsform sehr fortschrittlich und für das 21 Jahrhundert angemessen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird unterstützt und das Selbstständige, agile Arbeiten steht im Vordergrund. Daraus ergeben sich viele Freiheiten für den Arbeitnehmer.“  

Viktoria Neubauer (23 Jahre): „Ich befürchte, dass die virtuelle Teamarbeit einige Herausforderungen mit sich bringen. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass die Vorteile überwiegen und gemeinsam in einem funktionierenden Team bewältigt werden können. Dafür ist bei Beginn der Zusammenarbeit eine Teambuilding-Maßnahme nötig. Die Qualität des „Produkts“ resultiert aus der jeweiligen Qualifikation der Fachkräfte und externen Experten/-innen.“  

Maria Hertz (25 Jahre): „Ich sehe in der virtuellen Teamarbeit eine große Chance sich weltweit zu vernetzen. Bisher scheitert diese Arbeitsform jedoch an den hohen Anforderungen an die Arbeitsstelle und fehlenden Weiterbildungen für Mitarbeitende.“ 

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass in dem Bereich der Pädagogik neue Arbeitsformen, wie beispielsweise die virtuelle Zusammenarbeit, ausprobiert wird und sich für die Digitalisierung öffnet.  

Verfasserinnen: Marisa Segger, Maria Hertz und Viktoria Neubauer

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